Ein Zaun für den Eckbereich auf dem Testdiorama

31. Mai 2010  Teilen

Ein Zaun für den Eckbereich auf dem TestdioramaAuf der Suche nach der Ausgestaltung des Eckbereichs meines Testdioramas fiel mir ein schon vor längerer Zeit erworbenes Zaunset von NOCH in die Hände. Die Zäune sind zwar für die Nenngröße N gedacht, sollten aber nach einer kleinen Behandlung auch für Z passen. Nach noch nicht einmal einer halben Stunde Bauzeit stand für mich fest: sie passen tatsächlich.

Für den schnellen Zaunbau benötigt man nur wenige Bauteile. Der Staketenzaun selbst stammt aus dem recht preisgünstigen NOCH-Zaunset “Ländliche Zäune” (33095). Da die Zaunteile zu hoch ausfallen, müssen sie auf gut 5 mm gekürzt werden. Der untere Zaunträger wird abgeschnitten und durch einen 0,4 mm Rechteck-Polystyrolstreifen ersetzt. Der gesamte Zaun steht auf einem Fundament aus 2 mm starkem Styrodur, die Farbgebung und Alterung erfolgt mit verschiedenen Acyrl- und Pulverfarben.

Die benötigten Zaunteile werden dem Set entnommen. Mit einem scharfen Bastelmesser oder Skalpell wird der untere Zaunbereich direkt oberhalb des unteren Trägers abgetrennt. Anschließend kann man einige Zaunlatten unregelmäßig kürzen. Nicht gekürzt werden die senkrechten Zaunpfähle, da sie später noch benötigt werden.

Nach dem Kürzen wird der neue untere Träger in Form eines 0,4 mm Rechteck-Polystyrolstreifens in der Länge gekürzt, so daß er genau zwischen zwei Zaunpfähle paßt. Anschließend kann der Streifen eingeklebt werden, dafür verwendet man am besten Plastikkleber. Rotbraune Acrylfarbe von Tamiya paßt die Streifen farblich dem Restzaun an.

Im nächsten Arbeitsschritt wird der gesamte Staketenzaun farblich aufgewertet. Die verwitterten Zaunlatten werden mit fast trockener steingrauer Farbe behandelt, die mit einem harten Borstenpinsel von oben nach unten über die Zaunlatten gestrichen wird. Die Zaunpfähle bekommen den gleichen Anstrich, hier benutzt man allerdings einem dünnen Rundpinsel. Wenn die Acrylfarbe getrocknet ist, trägt man mittelbraune Pulverfarbe auf und verreibt sie gründlich. Das sorgt für ein sehr realistisches Aussehen.

Das Zaunfundament besteht aus einem 2 mm starken Styrodurstreifen, der passend zugeschnitten und mit mittelgrauer Betonfarbe behandelt wird. Anschließend erfolgt der Einbau in die Grundplatte des kleinen Testdioramas. Bevor der Staketenzaun eingebaut wird, sollte das Fundament mit dunklen Pulverfarben nachbehandelt werden.

Im letzten Arbeitsgang sticht man die Löcher für die Zaunpfähle in das Fundament, wofür man entweder eine Nadel oder einen sehr dünnen Schraubendreher verwendet. Dann bekommen die unteren Enden der Zaunpfähle einen winzigen Tropfen UHU por und werden dann in die vorbereiteten Löcher gesteckt. Da der Kleber nicht sofort anzieht, sind nach dem Einbau noch Korrekturen möglich. Und fertig ist der kleine Staketenzaun am Rande der Landstraße.

Wer die kleinen Details mag, der darf den fertigen Zaun weiter verfeinern. Mit einem sehr feinen Pinsel der Stärke 5/0 oder 10/0 ließe sich die Holzmaserung der Zaunlatten andeuten. Die Zaunpfähle könnten einen hellgrauen Anstrich in Betonmanier vertragen. Und Puristen unter den Z-Bahnern würden den Zaunlatten mit einer schmalen Diamantfeile zu Leibe rücken. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Ein Zaun für den Eckbereich auf dem Testdiorama

Die ausführliche Beschreibung eines weiteren Zaunbaus finden Sie in 220dasjournal Ausgabe 18, die Sie kostenlos* herunterladen können. Alle Ausgaben finden Sie → im Archiv.

220dasjournal Ausgabe 18 Ausgabe 18 (Juni 2005)
Drei wesentliche Dinge braucht der Modellbahner • Ein gesuperter Staketenzaun neben der Bahn • Ein Brückenwiderlager für die Blechträgerbrücke • Nützliche Planungshilfen für jede Art von Bahnsteig • Goldene Zeiten für das Schweizer Krokodil • Reger Bahnbetrieb auf Robert Schindlers Heidiville • Ein lang gehegter Traum wurde endlich Wirklichkeit • Die schnelle Christel von der Deutschen Bahn • Perfekte Kleinserienmodelle für Feld und Straße
→ Download Ausgabe 18 (62 Seiten, 9.078 KB)

Beim Download selbst können anbieterabhängige Kosten entstehen. Die PDF-Ausgaben als Datei sind kostenlos.

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  1. eldorado
    18. Juni 2010, 22:09 | #1

    so kann man tote ecken wiederbeleben ;-) weiter so!

  2. bahn_in_z
    5. Juni 2010, 19:30 | #2

    Prima!

  3. derzbahner
    5. Juni 2010, 18:33 | #3

    So bekommt man nach und nach eine detailreiche Z-Bahn :-) !!!

  4. Oberfranke
    5. Juni 2010, 17:03 | #4

    Mir ist der Zaun etwas zu dick. So habe ich mir das Teil von Ndetail bestellt, bin sehr gespannt.

  5. Tombabomba
    2. Juni 2010, 16:02 | #5

    Bitte mehr davon ***!!!***

  6. blogging_zett
    2. Juni 2010, 13:32 | #6

    kann mich den z-freunden nur anschließen: klasse gebaut. gibt es zu den zäunen von ndetail schon erfahrungswerte?

  7. Bahnmeister
    2. Juni 2010, 14:59 | #7

    Und was kommt nach den Zäunen? Ein schöner Kleingarten a la Chocholaty wäre nicht schlecht ;-)

  8. dioramenbauer
    1. Juni 2010, 16:01 | #8

    @CaptainZ
    Spontan ist mir kein Bausatz für Z bekannt. Ich habe zum Beispiel einen schönen Zaun in 1:160 bei NDetail gesehen: http://www.ndetail.de/modellbahn/de/gartenzaun.html

  9. CaptainZ
    1. Juni 2010, 13:01 | #9

    schön gestaltet. gibt es solche zäune auch noch etwas feiner, z.B. geätzt?

  10. Das Nordlicht
    1. Juni 2010, 12:22 | #10

    toller zaun. das regt doch glatt zum nachbau an.

  11. andyz
    31. Mai 2010, 13:31 | #11

    die zaunidee ist gut. noch besser gefällt mir der ansatz mit dem betonsockel darunter. nebenbei bemerkt: solche artikel wären als pdf gut, damit man sich die anleitungen ausdrucken kann :-)

  12. Klebermeister
    31. Mai 2010, 13:10 | #12

    Das sieht sehr gut aus. Habe mir das Zaunsortiment gleich bestellt :-)

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